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Vor einer ganzen Weile gab es an dieser Stelle schon einmal soetwas wie einen Blog. Ursprünglich habe ich hier Bilderstrecken gezeigt, meistens von Reisen oder Natur. Später lag der Fokus überwiegend nur noch auf der Menschenfotografie, da ich zu diesem Zeitpunkt damit begann mich mit der Portätfotografie auseinanderzusetzen und ich unbedingt alles zeigen wollte.

Es kam der Zeitpunkt, wo ich mir die Frage stellte, ob ich wirklich meine Anfänge in der Porträtfotografie so präsent auf meiner Webseite dokumentieren wollte. Ich entschied mich dazu nur noch eine Art aktuelles Portfolio zu präsentieren und wer mehr Fotos sehen wollte, der sollte mich in den solzialen Netzwerken aufsuchen, wo ich ein bisschen aktiver war. Nun, einige Jahre später, sehe ich die Sache etwas anders: Ich möchte etwas aufschreiben, aber nicht etwa bei einem beliebigen sozialen Netzwerk. Die Kurzlebigkeit der dort geteilten Beiträge wird so manchen Inhalten einfach nicht gerecht. Ich möchte etwas aufschreiben, was nicht nach 5 Minuten in der Masse der Beiträge wieder verschwunden ist.

Damit einhergehend habe ich für mich den Entschluss gefasst, mich teilweise aus den sozialen Netzwerken zurückzuziehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und ich möchte an dieser Stelle nicht auf alle eingehen. Dort gilt meistens das Motto, wer regelmäßig Inhalte liefert, wird gesehen und wer am lautesten schreit, wird wahrgenommen. Da ich Ersteres nicht garantieren möchte und für Letzteres noch nie der Typ war, spielt die Teilnahme an diesen Netzwerken für meine fotografische Arbeit nunmehr eine untergeordnete bis gar keine Rolle mehr. Viel mehr möchte ich den Fokus auf meine Webseite legen und diese etwas umstrukturieren. Ich arbeite an einem Newsletter, um über Veranstaltungen und Neues zu informieren und möchte in unregelmäßigen Abständen an dieser Stelle Artikel veröffentlichen. Die thematischen Schwerpunkte liegen dabei natürlich bei der Fotografie und mein kreatives Schaffen. Das bietet mir die Möglichkeit, neben einem reinen Portfolio, auch Altes, Neues und Erlebtes zu zeigen und zu dokumentieren. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sogar einen altmodischen RSS Feed abonnieren.

Rückblick: Am 25. Februar 2018 durfte ich bei der Werkschau „That's my work” im Fabriktheater Moabit zum ersten Mal einen Teil meiner Arbeiten ausstellen. Da es hier primär darum ging Aktuelles und Unfertiges zu zeigen, entschied ich mich zu einem etwas ungewöhnlichem Schritt: Ich verzichtete auf Wandbilder. Anstattdessen suchte sämtliche Prints zusammen und erstellte daraus ein Fotoalbum, eine Zusammenfassung meiner Arbeiten der letzten zwei Jahre. Zusätzlich stellte ich noch zwei kleine Staffeleien mit aktuellen Arbeiten auf meinen Tisch und fertig war die Werkschau. Insgesamt stellten ca. 20 Fotografen*innen und Künstler*innen ihre Werke aus und trotz meines reduzierten Aufbaus haben viele Besucher angehalten, meine Bilder betrachtet, das Fotoalbum durchgeblättert und interessiert Fragen gestellt. Die Ausstellung fand nur an diesem einen Tag statt und nachdem um 12 Uhr die Türen für das neugierige Publikum geöffnet waren, vergingen die darauf folgenden Stunden wie im Fluge. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Berliner Fotografen Alexander Platz, welcher bereits eine Neuauflage für 2019 in Aussicht gestellt hat.